Zargenfalzbreite

Zargenfalzbreite bei Glastüren
Zargenfalzbreite bei Glastüren

Zargenfalzbreite bei Glastüren einfach erklärt

Die Zargenfalzbreite ist das Innenmaß einer vorhandenen Türzarge zwischen den beiden Falzen. Sie ist ein wichtiges Kontrollmaß, wenn du eine passende Glastür für eine bestehende Holz- oder Stahlzarge auswählen möchtest.

Bei Glastüren ist das Türblatt immer etwas kleiner als dieses Falzmaß. Dadurch bleibt das notwendige Funktionsspiel erhalten, damit die Tür sauber in der Zarge läuft, leicht öffnet und schließt und nicht am Falz anstößt.

Zusammen mit der Zargenfalzhöhe, dem Zargenfalzmaß, dem DIN-Nennmaß und dem Türblattmaß hilft die Zargenfalzbreite dabei, die passende Glastürgröße sicher zuzuordnen.

Der Vorteil der Zargenfalzbreite liegt darin, dass sie das Innenmaß der vorhandenen Zarge beschreibt.

  • Innenmaß zwischen den beiden Falzen
  • Türblatt ist immer etwas schmaler
  • sichert das nötige Funktionsspiel
  • Tür stößt nicht am Falz an
  • wichtiges Kontrollmaß beim Türtausch

Was bedeutet Zargenfalzbreite genau?

Gemeint ist die innere Breite der vorhandenen Türzarge im Falzbereich. Du misst also von der linken inneren Falzkante bis zur rechten inneren Falzkante.

Dieses Maß beschreibt nicht die Wandöffnung und auch nicht die Breite des alten Türblatts. Stattdessen beschreibt es das Innenmaß der Zarge an der Stelle, an der das Türblatt später schließt.

Wichtig: Das Falzmaß der Zarge ist größer als die Breite des passenden Türblatts.

Die Zargenfalzbreite dient deshalb als technisches Kontrollmaß. Sie hilft dir zu prüfen, ob eine Standard-Glastür passt oder ob du ein Sondermaß benötigst.


Warum ist die Falzbreite bei Glastüren wichtig?

Wenn du eine bestehende Holztür gegen eine Glastür austauschen möchtest, gehört die Zargenfalzbreite zu den wichtigsten Kontrollwerten überhaupt, weil sie direkt zeigt, ob eine gängige Standardgröße passt oder ob ein Sondermaß notwendig wird. Anders als bei einer Holztür lässt sich eine Glastür aus ESG-Sicherheitsglas nach der Fertigung nicht mehr nachträglich anpassen oder kürzen, sodass jede Ungenauigkeit bei der Falzbreite direkt zu Problemen beim Einbau führen kann. Deshalb lohnt es sich, dieses Maß frühzeitig und sorgfältig zu ermitteln, statt sich allein auf die Maße des alten Türblatts zu verlassen. Konkret hilft dir die Zargenfalzbreite bei folgenden Punkten:

  • Passende Glastür auswählen: Du ordnest das richtige Türblattmaß zu.
  • Vorhandene Zarge prüfen: Du erkennst, ob eine Standardgröße passt.
  • Fehlbestellungen vermeiden: Türblatt und Zarge müssen technisch zusammenpassen.
  • Funktionsspiel sichern: Glastüren brauchen etwas Luft zur Zarge.
  • Sondermaß erkennen: Abweichende Zargen können eine Maßanfertigung erfordern.

Für die endgültige Auswahl ist in der Regel das DIN-Nennmaß der Zarge maßgeblich. Die Zargenfalzbreite ergänzt diese Angabe als praktisches Kontrollmaß direkt an der vorhandenen Zarge.


Zargenfalzbreite richtig messen

Du misst die Zargenfalzbreite immer direkt an der vorhandenen Zarge, niemals am alten Türblatt und niemals an der Wandöffnung, da beide Werte vom tatsächlichen Falzmaß abweichen können. Das alte Türblatt gibt oft nur eine grobe Orientierung, weil es je nach Einbausituation etwas kleiner gefertigt wurde als die Zarge selbst. Die Wandöffnung wiederum beschreibt lediglich den Rohbauzustand vor dem Einbau der Zarge und sagt nichts über das tatsächliche Innenmaß im Falzbereich aus. Nur eine Messung direkt an der eingebauten Zarge liefert daher ein zuverlässiges Ergebnis für die Bestellung deiner neuen Glastür.

  1. Öffne die Tür vollständig oder hänge das vorhandene Türblatt aus.
  2. Suche die linke und rechte innere Falzkante der Zarge.
  3. Miss waagerecht von Falzkante zu Falzkante.
  4. Prüfe das Maß an mehreren Stellen.
  5. Notiere den kleinsten gemessenen Wert.

Zusätzlich solltest du immer auch die Zargenfalzhöhe messen. Erst Breite und Höhe zusammen zeigen dir, welche Glastürgröße zur vorhandenen Zarge passt.

Wenn du unsicher bist, wiederhole die Messung oben, mittig und unten. Dadurch erkennst du, ob die Zarge verzogen ist oder ob der Falz an einer Stelle abweicht.


Zargenfalzbreite, Türblattmaß und DIN-Nennmaß

Zargenfalzbreite, Türblattmaß und DIN-Nennmaß werden in der Praxis häufig verwechselt, obwohl sie drei unterschiedliche Maße beschreiben, die jeweils einen eigenen Zweck erfüllen. Das DIN-Nennmaß ist zunächst nur eine standardisierte Nenngröße der Zarge nach DIN 18101 und dient vor allem der groben Einordnung. Die Zargenfalzbreite beschreibt dagegen das tatsächliche Innenmaß zwischen den beiden Falzen der eingebauten Zarge und ist damit das eigentliche Kontrollmaß vor Ort. Das Türblattmaß schließlich ist die reale Breite der passenden Glastür selbst, die etwas kleiner ausfällt als die Zargenfalzbreite, damit genügend Funktionsspiel bleibt. Deshalb solltest du diese drei Begriffe bei der Auswahl einer Glastür sauber voneinander trennen.

Begriff Bedeutung Beispiel
Zargenfalzbreite Innenmaß der Zarge zwischen den Falzen 71,6 cm (716 mm)
Türblattmaß tatsächliche Breite der passenden Glastür 70,9 cm (709 mm)
DIN-Nennmaß standardisierte Nenngröße der Zarge nach DIN 18101 73,5 cm (735 mm)

Am Beispiel einer 73,5 cm DIN-Zarge bedeutet das: Das DIN-Nennmaß beträgt 73,5 cm (735 mm), das Falzmaß liegt bei 71,6 cm (716 mm) und das passende Türblattmaß der Glastür beträgt 70,9 cm (709 mm).


Typische Zargenfalzbreite und passende Glastüren

Bei vielen Standardzargen im Innenbereich lassen sich Innenmaß und passendes Türblattmaß klar und eindeutig zuordnen, weil sich Hersteller in der Regel an denselben gängigen DIN-Nennmaßen orientieren. Dadurch ergibt sich für die häufigsten Zargenbreiten jeweils eine feste, vorhersehbare Kombination aus Zargenfalzbreite und passender Glastürbreite. Diese Zuordnung erleichtert die Auswahl erheblich, weil du anhand der gemessenen Falzbreite direkt ablesen kannst, welche Glastürbreite in der Praxis üblicherweise dazu passt. Die folgende Tabelle zeigt typische Maßkombinationen für Glastüren im Innenbereich, wie sie bei Standardzargen häufig vorkommen.

DIN-Nennmaß der Zarge Zargenfalzbreite Passende Glastürbreite
61 cm (610 mm) 59,1 cm (591 mm) 58,4 cm (584 mm)
73,5 cm (735 mm) 71,6 cm (716 mm) 70,9 cm (709 mm)
86 cm (860 mm) 84,1 cm (841 mm) 83,4 cm (834 mm)
98,5 cm (985 mm) 96,6 cm (966 mm) 95,9 cm (959 mm)

Die passende Glastür ist also immer etwas schmaler als das gemessene Innenmaß der Zarge. Diese Differenz ist notwendig, damit die Tür technisch sauber funktioniert.


Zargenfalzmaß mit Breite und Höhe

Neben der Breite ist für die passende Glastür immer auch die Höhe entscheidend, denn erst beide Werte zusammen ergeben das vollständige Zargenfalzmaß. Im Innenbereich kommen dabei häufig Zargen mit einer DIN-Nennhöhe von 198,5 cm (1985 mm) oder 211 cm (2110 mm) vor, die jeweils mit unterschiedlichen Standardbreiten kombiniert werden. Die folgende Tabelle verbindet deshalb die bereits gezeigten Breitenmaße mit diesen beiden gängigen Höhen und zeigt, welches Glastürmaß jeweils dazu passt. So lässt sich auf einen Blick ablesen, welche Kombination aus Breite und Höhe bei einer bestimmten Zargengröße üblich ist.

DIN-Nennmaß der Zarge Zargenfalzmaß Passendes Glastürmaß
61 x 198,5 cm (610 x 1985 mm) 59,1 x 198,3 cm (591 x 1983 mm) 58,4 x 197,2 cm (584 x 1972 mm)
73,5 x 198,5 cm (735 x 1985 mm) 71,6 x 198,3 cm (716 x 1983 mm) 70,9 x 197,2 cm (709 x 1972 mm)
86 x 198,5 cm (860 x 1985 mm) 84,1 x 198,3 cm (841 x 1983 mm) 83,4 x 197,2 cm (834 x 1972 mm)
98,5 x 198,5 cm (985 x 1985 mm) 96,6 x 198,3 cm (966 x 1983 mm) 95,9 x 197,2 cm (959 x 1972 mm)
61 x 211 cm (610 x 2110 mm) 59,1 x 210,8 cm (591 x 2108 mm) 58,4 x 209,7 cm (584 x 2097 mm)
73,5 x 211 cm (735 x 2110 mm) 71,6 x 210,8 cm (716 x 2108 mm) 70,9 x 209,7 cm (709 x 2097 mm)
86 x 211 cm (860 x 2110 mm) 84,1 x 210,8 cm (841 x 2108 mm) 83,4 x 209,7 cm (834 x 2097 mm)
98,5 x 211 cm (985 x 2110 mm) 96,6 x 210,8 cm (966 x 2108 mm) 95,9 x 209,7 cm (959 x 2097 mm)

Eine vollständige Übersicht aller Standardmaße findest du unter Glastür Maße.


Welche Glastür passt zur Zargenfalzbreite?

Wenn du die gemessene Breite im Falz kennst, kannst du die passende Glastür bereits deutlich besser einordnen, denn die Zargenfalzbreite gibt einen zuverlässigen ersten Hinweis auf das passende Türblattmaß. Entscheidend für die endgültige Bestellung ist jedoch immer die Kombination aus mehreren Werten gleichzeitig: Breite, Höhe, DIN-Nennmaß, Beschlagaufnahme und Anschlagrichtung müssen gemeinsam zur vorhandenen Zarge passen. Die folgende Übersicht zeigt deshalb, welche Glastürbreite bei welcher gemessenen Zargenfalzbreite typischerweise verwendet wird:

  • 59,1 cm (591 mm): meist passend zu 58,4 cm (584 mm) Glastürbreite
  • 71,6 cm (716 mm): meist passend zu 70,9 cm (709 mm) Glastürbreite
  • 84,1 cm (841 mm): meist passend zu 83,4 cm (834 mm) Glastürbreite
  • 96,6 cm (966 mm): meist passend zu 95,9 cm (959 mm) Glastürbreite

Wenn dein gemessener Wert deutlich von diesen Größen abweicht, kann eine Glastür im Sondermaß sinnvoll sein.


Typische Messfehler bei der Zargenfalzbreite

Bei der Ermittlung der Zargenfalzbreite passieren in der Praxis immer wieder ähnliche Fehler, die zu einer falschen Glastürbestellung führen können. Häufig wird versehentlich das alte Türblatt oder die Wandöffnung als Bezugsmaß verwendet, obwohl beide Werte vom tatsächlichen Falzmaß der Zarge abweichen. Auch DIN-Nennmaß und echtes Zargenfalzmaß werden oft gleichgesetzt, obwohl sie unterschiedliche Bezugspunkte beschreiben. Da sich ESG-Sicherheitsglas nach der Fertigung nicht mehr nachträglich anpassen lässt, wirken sich solche Messfehler bei Glastüren besonders stark aus. Die folgende Übersicht zeigt die häufigsten Fehlerquellen im Detail:

  • Altes Türblatt messen: Maßgeblich ist die vorhandene Zarge, nicht das alte Türblatt.
  • Wandöffnung messen: Die Wandöffnung ist nicht mit dem Falzmaß identisch.
  • Nur die Breite prüfen: Auch die Zargenfalzhöhe ist für die passende Glastür wichtig.
  • DIN-Nennmaß und Falzmaß verwechseln: Beide Maße hängen zusammen, sind aber nicht gleich.
  • Beschläge vergessen: Auch Bandaufnahme, Schlosskasten und DIN-Richtung müssen passen.

Wer unsicher ist, sollte die Werte mehrfach prüfen oder sich an den Standardmaßen unter Glastür Maße orientieren.


Zargenfalzbreite bei Holzzarge oder Stahlzarge

Die Zargenfalzbreite kann sowohl bei Holzzargen als auch bei Stahlzargen relevant sein, denn in beiden Fällen beschreibt sie den inneren Falzbereich der vorhandenen Zarge, unabhängig vom verwendeten Material.

Bei gängigen Standardzargen lässt sich anhand dieses Maßes häufig direkt eine passende Glastür im Standardmaß auswählen, da sich Hersteller meist an denselben DIN-Nennmaßen orientieren. Bei älteren Zargen, ausgefallenen Sonderzargen oder deutlich abweichenden Falzmaßen kann dagegen ein Sondermaß erforderlich werden, weil die vorhandene Einbausituation nicht mehr den üblichen Standardgrößen entspricht. Gerade bei Stahlzargen in Objektbereichen oder älteren Gebäuden lohnt sich deshalb eine besonders sorgfältige Prüfung.

  • Holzzarge: häufig bei Wohnräumen, Fluren und Schlafzimmern
  • Stahlzarge: häufig in Büros, Objektbereichen oder älteren Gebäuden
  • Sonderzarge: Maßprüfung besonders wichtig

Weitere Kontrollmaße zur Zargenfalzbreite

Neben der Zargenfalzbreite solltest du weitere Maße prüfen, wenn du eine vorhandene Zarge für eine neue Glastür nutzen möchtest, denn erst das Zusammenspiel aller Werte entscheidet darüber, ob die Tür später sauber passt. Breite allein sagt zum Beispiel nichts über die passende Höhe, die Falztiefe oder die genaue Position der Bänder und Beschläge aus. Gerade bei Glastüren aus ESG-Sicherheitsglas ist diese vollständige Prüfung besonders wichtig, weil sich Bohrungen und Beschlagpositionen nach der Fertigung nicht mehr verändern lassen. Dadurch stellst du sicher, dass Türblatt, Zarge und Beschläge in jeder Hinsicht zusammenpassen. Folgende Kontrollmaße solltest du zusätzlich beachten:


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Häufige Fragen zur Zargenfalzbreite

Was bedeutet Zargenfalzbreite?

Die Zargenfalzbreite ist die innere Breite einer Türzarge zwischen den beiden Falzkanten. Sie wird als Kontrollmaß genutzt, um eine passende Glastür für die vorhandene Zarge auszuwählen.

Ist das das gleiche wie das Türblattmaß?

Nein. Das Falzmaß der Zarge ist größer als das Türblattmaß. Das Türblatt einer Glastür ist etwas kleiner, damit es mit dem notwendigen Funktionsspiel in der Zarge arbeiten kann.

Ist das identisch mit dem DIN-Nennmaß?

Nein. Das DIN-Nennmaß ist die standardisierte Nenngröße der Zarge. Die Falzbreite ist ein tatsächliches Kontrollmaß im inneren Bereich der vorhandenen Zarge.

Wie messe ich die Zargenfalzbreite richtig?

Du misst von der linken inneren Falzkante bis zur rechten inneren Falzkante der Zarge. Wichtig ist, nicht am alten Türblatt und nicht an der Wandöffnung zu messen.

Welche Glastür passt bei 71,6 cm (716 mm)?

Bei einem Falzmaß von 71,6 cm (716 mm) passt in der Regel eine Glastür mit 70,9 cm (709 mm) Breite. Das entspricht meist dem DIN-Nennmaß 73,5 cm (735 mm).

Welche Glastür passt bei 84,1 cm (841 mm)?

Bei einem Falzmaß von 84,1 cm (841 mm) passt in der Regel eine Glastür mit 83,4 cm (834 mm) Breite. Das entspricht meist dem DIN-Nennmaß 86 cm (860 mm).

Was tun, wenn das Maß abweicht?

Wenn der gemessene Wert deutlich von üblichen Standardmaßen abweicht, solltest du prüfen, ob eine Glastür im Sondermaß erforderlich ist.

Warum ist die Glastür kleiner als das Falzmaß?

Die Glastür ist kleiner, damit genügend Spiel zwischen Türblatt und Zarge bleibt. Dieses Spiel ist notwendig, damit die Tür sauber öffnet, schließt und nicht am Falz schleift.


Kurz zusammengefasst

Die Zargenfalzbreite ist das Innenmaß der Türzarge zwischen den Falzen. Bei Glastüren ist sie ein wichtiges Kontrollmaß, um das passende Türblatt zur vorhandenen Zarge zu finden. Das Türblatt ist dabei immer etwas kleiner als dieses Maß, damit ausreichend Funktionsspiel vorhanden ist.

Wenn du eine passende Glastür für deine vorhandene Zarge suchst, findest du alle wichtigen Standardgrößen unter Glastür Maße oder direkt in der Übersicht der Glastüren.

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