DIN-Nennmaß: Was bedeutet diese Maßangabe bei Glastüren?
Das DIN-Nennmaß ist die standardisierte Maßbezeichnung einer Tür- oder Zargengröße. Bei Glastüren hilft diese Angabe dabei, ein passendes Türblatt einer vorhandenen Zarge zuzuordnen. Entscheidend ist jedoch nicht nur diese Nenngröße, sondern auch das tatsächliche Maß im Zargenfalz.
Viele Kunden kennen beim Austausch einer Innentür nur bekannte Maße wie 73,5 x 198,5 cm (735 x 1985 mm), 86 x 198,5 cm (860 x 1985 mm), 98,5 x 198,5 cm (985 x 1985 mm) oder 86 x 211 cm (860 x 2110 mm). Diese Werte beschreiben häufig die genormte Größe der vorhandenen Zarge. Daraus lässt sich ableiten, welche Glastürgröße in vielen Fällen passt.
Wichtig ist: Die genormte Maßangabe dient zuerst der Orientierung. Für die sichere Auswahl einer Glastür müssen zusätzlich Breitenmaß im Falz, Höhenmaß im Falz, Bandposition, Schlossbereich und DIN-Richtung geprüft werden.
Die genormte Türgröße einfach erklärt
Die genormte Türgröße beschreibt die Nenngröße einer Türöffnung oder Zarge. Sie ist also nicht automatisch identisch mit dem tatsächlichen Türblattmaß. Deshalb ist eine Glastür immer etwas kleiner als die zugehörige Nenngröße der Zarge.
Beispiel: Eine Zarge mit 86 x 198,5 cm (860 x 1985 mm) wird häufig mit einer Glastür in der Größe 83,4 x 197,2 cm (834 x 1972 mm) kombiniert. Dadurch bleibt die notwendige Falzluft zwischen Zarge und Türblatt erhalten.
| Genormte Zargengröße | Typisches Glastürmaß | Zargenfalzmaß zur Kontrolle |
|---|---|---|
| 61 x 198,5 cm (610 x 1985 mm) | 58,4 x 197,2 cm (584 x 1972 mm) | 59,1 x 198,3 cm (591 x 1983 mm) |
| 73,5 x 198,5 cm (735 x 1985 mm) | 70,9 x 197,2 cm (709 x 1972 mm) | 71,6 x 198,3 cm (716 x 1983 mm) |
| 86 x 198,5 cm (860 x 1985 mm) | 83,4 x 197,2 cm (834 x 1972 mm) | 84,1 x 198,3 cm (841 x 1983 mm) |
| 98,5 x 198,5 cm (985 x 1985 mm) | 95,9 x 197,2 cm (959 x 1972 mm) | 96,6 x 198,3 cm (966 x 1983 mm) |
| 86 x 211 cm (860 x 2110 mm) | 83,4 x 209,7 cm (834 x 2097 mm) | 84,1 x 210,8 cm (841 x 2108 mm) |
Warum ist diese Maßangabe bei Glastüren wichtig?
Die standardisierte Nenngröße hilft dir, die vorhandene Zarge einer passenden Standardgröße zuzuordnen. Dadurch kannst du schneller erkennen, ob eine Glastür im Standardmaß passt oder ob ein Sondermaß notwendig ist.
Gerade beim Austausch einer Holztür gegen eine Glastür ist diese Zuordnung wichtig. Denn viele vorhandene Zargen folgen genormten Türgrößen. Trotzdem sollte vor der Bestellung immer das tatsächliche Maß im Falzbereich kontrolliert werden.
- Genormte Nenngröße: hilft bei der ersten Zuordnung der Türgröße
- Maß im Zargenfalz: kontrolliert die tatsächliche Einbausituation
- Bandposition: entscheidet, ob die Türbänder passen
- Schlossbereich: muss zur vorhandenen Zarge passen
- DIN links oder DIN rechts: bestimmt die Öffnungsrichtung
Wenn du deine Zarge prüfen möchtest, hilft dir die Seite Welche Glastür passt in meine Zarge?.
Unterschied zwischen Nenngröße und Zargenfalzmaß
Die Nenngröße ist die genormte Maßbezeichnung. Das Zargenfalzmaß ist dagegen das tatsächlich messbare Maß im inneren Falzbereich der Zarge.
Deshalb reicht die standardisierte Maßangabe allein nicht immer aus. Besonders bei älteren Zargen, Stahlzargen, nachträglich eingebauten Zargen oder renovierten Türöffnungen kann das tatsächliche Maß abweichen.
| Begriff | Bedeutung | Wofür wichtig? |
|---|---|---|
| Genormte Nenngröße | standardisierte Größe der Zarge oder Türöffnung | erste Orientierung bei Standardgrößen |
| Zargenfalzmaß | tatsächliches Maß im inneren Falzbereich der Zarge | Kontrolle, ob die Glastür wirklich passt |
| Türblattmaß | tatsächliche Größe der Glastür | Auswahl des passenden Türblatts |
Mehr zum Maß im Falzbereich findest du im Glossar unter Zargenfalzmaß.
Welche Glastür passt zu welcher Zargengröße?
Bei Standardzargen lässt sich die bekannte Nenngröße häufig direkt einer Glastürgröße zuordnen. Trotzdem sollte das alte Türblatt nicht blind als alleinige Grundlage verwendet werden. Denn bei Glastüren müssen auch Bänder, Schlosskasten und Anschlagrichtung passen.
| Bekannte Zargengröße | Passende Standard-Glastür | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| 61 x 198,5 cm (610 x 1985 mm) | 58,4 x 197,2 cm (584 x 1972 mm) | schmale Durchgänge |
| 73,5 x 198,5 cm (735 x 1985 mm) | 70,9 x 197,2 cm (709 x 1972 mm) | klassische Innenräume |
| 86 x 198,5 cm (860 x 1985 mm) | 83,4 x 197,2 cm (834 x 1972 mm) | komfortable Standardlösung |
| 98,5 x 198,5 cm (985 x 1985 mm) | 95,9 x 197,2 cm (959 x 1972 mm) | breitere Durchgänge |
| 86 x 211 cm (860 x 2110 mm) | 83,4 x 209,7 cm (834 x 2097 mm) | höhere Zargenvariante |
Eine vollständige Übersicht findest du unter Glastür Maße und Glastüren Standardmaße.
Richtig messen, wenn die Nenngröße unbekannt ist
Wenn du die genormte Größe deiner Zarge nicht kennst, solltest du nicht raten. Stattdessen misst du die vorhandene Zarge im Falzbereich. Dadurch lässt sich die passende Glastür deutlich sicherer bestimmen.
- Breite im Falz messen: von innerer Falzkante zu innerer Falzkante
- Höhe im Falz messen: von oberer Falzkante bis Oberkante Fertigfußboden
- Bandposition prüfen: vorhandene Türbänder müssen zur Glastür passen
- Schlossposition prüfen: Falle und Schlosskasten müssen zur Zarge passen
- DIN-Richtung bestimmen: DIN links oder DIN rechts vor der Bestellung festlegen
Zusätzlich helfen dir die Glossarbeiträge zum Breitenmaß im Falz, Höhenmaß im Falz, Maß zum oberen Band und oberen Maß zur Falle.
Wann reicht die genormte Maßangabe nicht aus?
Die genormte Maßangabe reicht dann nicht aus, wenn die vorhandene Zarge von üblichen Standardmaßen abweicht. Das kann besonders bei älteren Gebäuden, Stahlzargen, Sonderzargen oder nachträglichen Umbauten vorkommen.
Auch bei sehr alten Holztüren sollte genau gemessen werden. Denn das alte Türblatt kann durch Alter, Renovierung oder frühere Anpassungen von der ursprünglichen Normgröße abweichen.
- ältere Zargen mit abweichenden Maßen
- Stahlzargen mit besonderer Bandaufnahme
- Umbauten oder nachträglich veränderte Türöffnungen
- abgeschliffene oder angepasste alte Türblätter
- unklare Bandposition oder abweichender Schlossbereich
Falls die vorhandene Zarge nicht zu einem Standardmaß passt, solltest du eine Maßanfertigung prüfen: Glastüren Sondermaße.
Unterschied bei Glastüren und Glasschiebetüren
Bei klassischen Glastüren ist die genormte Zargengröße besonders wichtig, weil die Tür in eine vorhandene Zarge eingesetzt wird. Dadurch müssen Türblatt, Bänder, Schlosskasten und Anschlagrichtung zur Zarge passen.
Bei Glasschiebetüren dient ein bekanntes Tür- oder Zargenmaß dagegen meist nur als Orientierung. Denn eine Glasschiebetür läuft vor der Wand. Deshalb sind dort Wandöffnung, Türüberstand, Laufweg und Systemhöhe entscheidender.
| Türart | Rolle der Maßangabe | Entscheidende Maße |
|---|---|---|
| Glastür | wichtig für die Zuordnung zur Zarge | Nenngröße, Maß im Zargenfalz, Bandmaß, Schlossbereich |
| Glasschiebetür | nur grobe Orientierung | Wandöffnung, Türbreite, Überdeckung, Laufweg, Systemhöhe |
Häufige Fragen zur Maßzuordnung
Was bedeutet DIN-Nennmaß?
Das DIN-Nennmaß ist die genormte Maßbezeichnung einer Tür- oder Zargengröße. Es dient als Orientierung, um ein passendes Türblatt einer vorhandenen Zarge zuzuordnen.
Ist die Nenngröße identisch mit dem Türblattmaß?
Nein. Das Türblattmaß ist kleiner als die genormte Zargengröße, damit die Tür mit passender Falzluft in der Zarge funktioniert.
Welches Glastürmaß passt zu 86 x 198,5 cm?
Zu einer Zarge mit 86 x 198,5 cm (860 x 1985 mm) passt häufig eine Glastür mit 83,4 x 197,2 cm (834 x 1972 mm).
Welches Glastürmaß passt zu 73,5 x 198,5 cm?
Zu einer Zarge mit 73,5 x 198,5 cm (735 x 1985 mm) passt häufig eine Glastür mit 70,9 x 197,2 cm (709 x 1972 mm).
Warum muss ich zusätzlich das Zargenfalzmaß prüfen?
Das Zargenfalzmaß zeigt das tatsächliche Maß im inneren Falzbereich der Zarge. Dadurch lässt sich kontrollieren, ob die vorhandene Zarge wirklich zur ausgewählten Glastür passt.
Was tun, wenn meine Zarge kein Standardmaß hat?
Wenn deine Zarge von üblichen Standardmaßen abweicht, solltest du eine Glastür im Sondermaß prüfen. Dadurch kann die Tür genauer an die vorhandene Einbausituation angepasst werden.
Maßangabe richtig einordnen
Das DIN-Nennmaß hilft bei der Auswahl einer passenden Glastür, ersetzt aber nicht das genaue Aufmaß der vorhandenen Zarge. Für eine sichere Zuordnung sollten zusätzlich Maß im Zargenfalz, Bandposition, Schlossbereich und DIN-Richtung geprüft werden.
Wenn alle Werte zu einer Standardgröße passen, kannst du häufig eine Glastür im Standardmaß verwenden. Falls Maße, Bänder oder Schlossbereich abweichen, ist dagegen eine Maßanfertigung sinnvoll.
Passende Lösungen findest du unter Glastüren online konfigurieren, Glastüren Standardmaße und Glastüren Sondermaße.