Falztiefe bei Glastüren: Bedeutung, Messung und passende Zarge
Die Falztiefe beschreibt, wie tief der Falzbereich an einer Türzarge oder an einem Türblatt ausgeführt ist. Bei Glastüren ist dieses Maß wichtig, weil Türblatt, Zarge, Dichtung, Bänder und Beschläge nur dann sauber zusammenarbeiten, wenn die Einbausituation technisch passt.
Wenn du eine Glastür, Ganzglastür oder Glasinnentür in eine vorhandene Holz- oder Stahlzarge einsetzen möchtest, solltest du daher nicht nur Breite und Höhe prüfen. Neben dem Zargenfalzmaß, dem DIN-Nennmaß und der Beschlagaufnahme spielt auch die Tiefe im Falzbereich eine Rolle.
Wichtig ist: Eine Glastür besitzt in der Regel keinen klassischen Holz-Türfalz wie eine gefälzte Holztür. In der Praxis bezieht sich die Falztiefe bei Glastüren deshalb meist auf die vorhandene Zarge beziehungsweise auf den Abstand im Falzbereich bis zur Dichtung oder Auflagefläche.
Dadurch beeinflusst dieses Maß, wie das Türblatt in der Zarge sitzt und ob Beschläge, Dichtungen und Bänder passend funktionieren. Deshalb solltest du die Falzgeometrie immer zusammen mit Zargenfalzbreite, Zargenfalzhöhe und Beschlagmaßen betrachten.
Passende Glastüren findest du hier: Glastüren ansehen.
Wenn du zuerst Breite, Höhe und Zargenfalzmaß prüfen möchtest: Glastür Maße.
Der Vorteil einer passenden Falztiefe liegt darin, dass Türblatt, Dichtung und Zarge sauber zusammenarbeiten.
- Türblatt liegt sauber im Falz
- Dichtung schließt gleichmäßig
- Bänder sitzen in der richtigen Ebene
- Beschläge lassen sich sauber aufnehmen
- passende Zarge lässt sich sicher bestimmen
Was bedeutet Falztiefe?
Die Falztiefe beschreibt die Tiefe des Falzbereichs an einer Türzarge oder an einem Türblatt. Sie zeigt, wie weit der Falz nach innen zurückspringt beziehungsweise wie tief die Tür in den Falzbereich der Zarge eintaucht.
Bei klassischen Holztüren sitzt der Falz häufig direkt am Türblatt. Das Türblatt besitzt dann eine stufenförmige Kante, die in die Zarge greift. Bei vielen Glastüren sieht die Situation anders aus: Das Türblatt aus ESG-Sicherheitsglas ist meist flach und besitzt keinen gefrästen Holzfalz.
Deshalb beurteilst du die Falztiefe bei Glastüren vor allem über die vorhandene Zarge, die Dichtung und die Beschlagsituation. Einfach gesagt: Das Maß zeigt, wie tief die Zarge im Bereich der Dichtung oder Auflagefläche aufgebaut ist.
Warum ist die Falztiefe bei Glastüren wichtig?
Bei einer Glastür wird der Falzbereich besonders dann wichtig, wenn du eine vorhandene Holzzarge oder Stahlzarge weiterverwenden möchtest, statt komplett neu zu bauen. Die Glastür muss dabei nicht nur in Breite und Höhe zur Zarge passen, was viele zuerst im Blick haben. Sie muss außerdem mit der Zargengeometrie, den vorhandenen Bändern, der Dichtung und dem Schlossbereich harmonieren, damit sie sich später leicht öffnen und wieder sauber schließen lässt. Stimmt die Falztiefe nicht mit der übrigen Einbausituation überein, kann das Türblatt zwar in Breite und Höhe passen und trotzdem nicht richtig funktionieren, etwa weil die Dichtung nicht sauber anliegt oder die Beschläge unter Spannung stehen.
Die Falztiefe beeinflusst unter anderem:
- wie tief das Türblatt in der Zarge sitzt
- ob die Dichtung korrekt anliegt
- ob die Bänder und Beschläge zur Zarge passen
- ob die Tür sauber schließt
- ob genug Luft zwischen Glas und Zarge bleibt
- ob die Glastür schleift, klemmt oder zu weit absteht
Gerade beim Austausch einer bestehenden Holztür gegen eine Glastür kann dieses Detail wichtig werden. Denn eine vorhandene Zarge wurde oft ursprünglich für ein bestimmtes Türblatt, eine bestimmte Dichtung und bestimmte Beschläge ausgelegt.
Unterschied zu Zargenfalzmaß und DIN-Nennmaß
Falztiefe, Zargenfalzmaß und DIN-Nennmaß werden in der Praxis häufig verwechselt, obwohl sie für die Auswahl einer passenden Glastür ganz unterschiedliche Dinge beschreiben. Das Zargenfalzmaß gibt die lichte Breite und Höhe im Falzbereich an und entscheidet damit über die passende Türgröße. Das DIN-Nennmaß ist dagegen nur die standardisierte Nenngröße, die als erste Orientierung dient. Die Falztiefe wiederum beschreibt eine ganz andere Dimension, nämlich wie tief der Falzbereich an Zarge oder Türblatt ausgeführt ist und wie er sich auf Dichtung, Beschläge und den Sitz des Türblatts auswirkt. Die folgende Tabelle stellt diese und weitere verwandte Begriffe übersichtlich gegenüber.
| Begriff | Bedeutung | Wichtig für |
|---|---|---|
| Falztiefe | Tiefe des Falzbereichs an Zarge oder Türblatt | Dichtung, Beschläge, Sitz des Türblatts |
| Zargenfalzmaß | lichte Breite und Höhe im inneren Falzbereich der Zarge | Auswahl der passenden Türgröße |
| DIN-Nennmaß | standardisierte Nenngröße der Tür- oder Zargensituation | Zuordnung von Zarge und Türblatt |
| Türblattmaß | tatsächliche Breite und Höhe des Türblatts | Bestellung der passenden Glastür |
| Zargenfalzbreite | Breite im inneren Falzbereich der Zarge | passende Türbreite |
| Zargenfalzhöhe | Höhe im inneren Falzbereich der Zarge | passende Türhöhe |
Das Zargenfalzmaß ist bei der Auswahl einer Glastür meist das wichtigste Maß. Die Falztiefe ergänzt diese Prüfung, weil sie vor allem für Dichtung, Türsitz, Bänder und Beschläge relevant ist.
Eine ausführliche Übersicht zu Türblattmaß, DIN-Nennmaß und Zargenfalzmaß findest du unter Glastür Maße.
Typische Werte für die Falztiefe
Es gibt nicht den einen Wert, der für jede Zarge gleichermaßen passt. Häufig liegen typische Tiefen im Falzbereich etwa zwischen 24 mm und 29 mm, wobei der genaue Wert stark von Zarge, Dichtung, Hersteller und Türsystem abhängt. Bei vielen Zargen misst du dabei bis zur Dichtungsauflage. Wenn du dagegen die Dichtung mitmisst, ergibt sich häufig ein größerer Gesamtfalz als bei einer Messung ohne Dichtung. Deshalb solltest du beim Messen immer klar unterscheiden und festhalten, ob du bis zur Dichtung, bis zur festen Auflagefläche oder inklusive eingedrückter Dichtung gemessen hast, da sich diese drei Werte in der Praxis spürbar unterscheiden können. Die folgende Tabelle zeigt typische Werte und wofür sie jeweils stehen.
| Maß im Falzbereich | Typische Einordnung | Hinweis |
|---|---|---|
| ca. 24 mm | häufiger Wert bis zur Dichtungsauflage | bei vielen Standardzargen relevant |
| ca. 29 mm | häufiger Gesamtfalz inklusive Dichtung | abhängig von Dichtung und Hersteller |
| ca. 26 mm | häufig bei abweichender Glas- oder Beschlagsituation | z. B. bei stärkerem Glas oder besonderer Beschlagtechnik |
| 40 mm oder mehr | Sonderlösung | meist spezielle Bandtechnik erforderlich |
Diese Werte dienen als Orientierung. Entscheidend bleibt jedoch die konkrete Zarge vor Ort. Deshalb solltest du das Maß direkt an der vorhandenen Zarge prüfen.
Welche Probleme entstehen bei falscher Tiefe?
Der Falzbereich beeinflusst maßgeblich die Position der Tür in der Zarge und damit, wie sauber Türblatt, Dichtung und Beschläge am Ende zusammenspielen. Wenn dieses Maß nicht zur Glastür, zur Dichtung oder zum Beschlag passt, kann es zu spürbaren Funktionsproblemen kommen, die sich oft erst beim Einbau oder im täglichen Gebrauch zeigen. Weil sich Glas anders als Holz nicht nachträglich anpassen lässt, wirken sich selbst kleine Abweichungen im Falzbereich hier unmittelbarer aus als bei einer klassischen Holztür. Die folgende Übersicht zeigt typische Probleme, die entstehen können, wenn die Falztiefe nicht zur übrigen Einbausituation passt.
- Tür schließt nicht sauber: Die Glastür liegt nicht korrekt an.
- Dichtung drückt zu stark: Die Tür lässt sich schwer schließen.
- Dichtung hat keinen Kontakt: Es entsteht ein zu großer Spalt.
- Bänder passen nicht: Die Glastür sitzt nicht korrekt in der Zarge.
- Schlosskasten steht ungünstig: Falle oder Schloss greifen nicht sauber.
- Optik wirkt unsauber: Türblatt und Zarge stehen nicht harmonisch zueinander.
Gerade bei hochwertigen Ganzglastüren ist eine saubere Passung wichtig. Denn Glas kann nachträglich nicht einfach gekürzt, gefräst oder angepasst werden. Deshalb müssen Maße, Beschläge und Zargensituation vor der Bestellung stimmen.
Falztiefe richtig messen
Du misst die Falztiefe direkt an der vorhandenen Zarge und nicht am Türblatt oder an der Wand. Dabei prüfst du, wie tief der Falz von der sichtbaren Falzkante bis zur Dichtungsauflage oder zur festen Anschlagfläche reicht. Für eine zuverlässige Messung solltest du ein präzises Maßband, einen Zollstock oder besser noch einen Messschieber verwenden, da schon kleine Ungenauigkeiten das Ergebnis verfälschen können. Außerdem solltest du an mehreren Stellen der Zarge messen, weil alte Zargen oder nachträglich lackierte Zargen leicht voneinander abweichen können und ein einzelner Messpunkt nicht immer repräsentativ ist. Die folgenden Schritte helfen dir dabei, systematisch und nachvollziehbar vorzugehen.
- Zarge öffnen und Dichtung prüfen: Schau dir an, wo die Dichtung sitzt und wo das Türblatt anliegt.
- Sichtbare Falzkante bestimmen: Dort beginnt der relevante Messbereich.
- Bis zur Dichtungsauflage messen: Miss den Abstand bis zur Fläche, an der die Dichtung oder das Türblatt anliegt.
- Dichtung beachten: Prüfe, ob du mit oder ohne eingedrückte Dichtung misst.
- Mehrere Stellen messen: Kontrolliere oben, seitlich und im Schlossbereich.
- Messwert notieren: Gib an, ob du mit oder ohne Dichtung gemessen hast.
Wenn du zusätzlich Breite und Höhe der Zarge prüfst, solltest du auch das Zargenfalzmaß messen. Dieses Maß ist für die eigentliche Auswahl der Glastür entscheidend.
Zur Maßübersicht: Glastür Maße und Zargenfalzmaß.
Mit oder ohne Dichtung messen?
Hier entstehen in der Praxis besonders viele Fehler, denn eine vorhandene Dichtung verändert den Messwert spürbar, je nachdem wie du sie beim Messen behandelst. Wenn du bis zur eingedrückten Dichtung misst, erhältst du einen deutlich anderen Wert als bei einer Messung bis zur festen Anschlagfläche der Zarge, obwohl beide Messungen an derselben Stelle vorgenommen werden. Ohne eine klare Angabe, welche Messart du verwendet hast, lässt sich ein notierter Wert später kaum noch richtig einordnen oder mit Herstellerangaben vergleichen. Die folgende Übersicht zeigt die gängigen Messarten und wofür sie jeweils sinnvoll sind.
| Messart | Beschreibung | Wann relevant? |
|---|---|---|
| ohne Dichtung | Messung bis zur festen Anschlagfläche | für technische Grundbewertung der Zarge |
| bis zur Dichtung | Messung bis zur sichtbaren Dichtungsauflage | für Sitz und Schließverhalten der Tür |
| mit eingedrückter Dichtung | Messung mit zusammengedrückter Dichtung | für realistische Einschätzung im geschlossenen Zustand |
| Gesamtfalz | gesamter Falzbereich inklusive Dichtung | für Vergleich mit Herstellerangaben |
Wenn du unsicher bist, fotografiere die Zarge seitlich im Falzbereich und notiere die gemessenen Werte. Dadurch lässt sich besser beurteilen, ob eine Glastür mit Standardbeschlägen passt.
Holzzargen und Falzgeometrie
Bei Holzzargen kannst du den Falzbereich in der Regel gut selbst messen, weil die Kontur meist klar erkennbar und gut zugänglich ist. Viele Holzzargen besitzen außerdem eine Dichtung im Anschlagbereich, gegen die das Türblatt im geschlossenen Zustand drückt, sodass sich Sitz und Falztiefe hier vergleichsweise anschaulich nachvollziehen lassen. Wichtig ist dabei, dass bei einer vorhandenen Holzzarge nicht nur Breite und Höhe passen müssen. Auch die Bandaufnahme, die vorhandene Dichtung und die gesamte Falzgeometrie müssen zur geplanten Glastür passen, damit sie sich später sauber einbauen, öffnen und schließen lässt.
- Zargenfalzmaß prüfen
- Falztiefe prüfen
- oberes Bandmaß prüfen
- Bandabstand prüfen
- Dichtung und Anschlagfläche kontrollieren
Wenn die vorhandene Holzzarge zu einer gängigen DIN-Größe passt, kann häufig eine Glastür im Standardmaß eingesetzt werden. Trotzdem entscheidet immer die tatsächliche Situation vor Ort.
Stahlzargen und Falztiefe
Bei Stahlzargen kann der Falzbereich ebenfalls eine wichtige Rolle spielen, auch wenn er sich technisch anders verhält als bei einer Holzzarge. Allerdings unterscheiden sich Stahlzargen je nach Bauart, Alter, Dichtung, Bandaufnahme und konkreter Einbausituation zum Teil erheblich voneinander. Deshalb solltest du bei Stahlzargen besonders sorgfältig prüfen, welche Beschläge und Bänder tatsächlich passen, statt dich auf Erfahrungswerte von Holztüren zu verlassen. Gerade ältere Stahlzargen können von heutigen Standards abweichen, und auch die Position von Bandtaschen, Schließblech und Dichtung kann erheblichen Einfluss darauf haben, ob sich eine Glastür problemlos einsetzen lässt oder ob zusätzliche Anpassungen nötig sind.
- Stahlzarge auf DIN-Maß prüfen
- Zargenfalzmaß messen
- Falzbereich und Dichtung prüfen
- Fallenmaß oben kontrollieren
- Fallenmaß unten kontrollieren
- passende Beschläge auswählen
Wenn du eine vorhandene Stahlzarge weiter nutzen möchtest, solltest du Maße und Beschläge vor der Bestellung besonders sorgfältig prüfen.
Zusammenhang mit ESG-Sicherheitsglas
Glastüren bestehen häufig aus 8 mm ESG-Sicherheitsglas. ESG kann nach der Herstellung nicht mehr einfach zugeschnitten, gebohrt oder angepasst werden. Deshalb solltest du Zargenfalzmaß, Beschläge und Türblattmaß vor der Bestellung korrekt prüfen.
Bei einer Standard-Ganzglastür ist das Türblatt meist flach und besitzt keinen klassischen Holzfalz. Trotzdem beeinflusst die Geometrie der Zarge, wie das Glas im geschlossenen Zustand zur Dichtung und zur Zarge steht.
Wenn du dickere Glasstärken, besondere Beschläge oder Sonderlösungen verwendest, kann eine abweichende Zargensituation relevant werden. Dann solltest du prüfen, ob Standardbeschläge ausreichen oder ob spezielle Bandtechnik nötig ist.
Einfluss auf Beschläge und Bänder
Der Falzbereich beeinflusst nicht nur den Sitz des Türblatts, sondern auch, welche Beschläge an einer bestehenden Zarge überhaupt sinnvoll passen. Besonders wichtig sind dabei Bänder, Bandposition, Schlosskasten und Griffset, weil sie alle in einem festen räumlichen Bezug zum Falzbereich stehen. Passt die Falztiefe nicht zur vorgesehenen Beschlagtechnik, kann es passieren, dass Bänder unter Spannung stehen, der Schlosskasten nicht sauber greift oder das Griffset nicht richtig mit der übrigen Zarge harmoniert. Die folgende Übersicht zeigt, welche Bauteile besonders stark vom Falzbereich abhängen und warum das jeweils der Fall ist.
| Bauteil | Warum das Maß relevant ist |
|---|---|
| Bänder | bestimmen, wie das Türblatt in der Zarge sitzt und schwenkt |
| Schlosskasten | muss zur Position von Zarge und Schließbereich passen |
| Dichtung | muss sauber anliegen, ohne zu stark zu drücken |
| Griffset | sollte mit Schlosskasten und Einbausituation harmonieren |
| Rahmenteile | müssen zur vorhandenen Zarge passen |
Bei der Auswahl einer Glastür solltest du Beschläge deshalb nicht isoliert betrachten. Türblatt, Zarge, Falztiefe, Bandmaße und Beschlagtechnik müssen zusammenpassen.
Weitere Informationen findest du unter Glastür kaufen.
Was ist für die Türgröße wichtiger?
Für die Auswahl der richtigen Glastür ist das Zargenfalzmaß in aller Regel das wichtigere Maß, weil es direkt bestimmt, welche Türgröße überhaupt in die vorhandene Zarge passt. Die Falztiefe ist dagegen ein zusätzliches Kontrollmaß, das nicht über die Größe entscheidet, aber für Beschläge, Dichtung und ein sauberes Schließen der Tür relevant sein kann. Das Zargenfalzmaß beschreibt konkret die nutzbare Breite und Höhe im Falzbereich der Zarge, woraus sich unmittelbar ableiten lässt, welches Türblattmaß passt. Die Falztiefe beschreibt dagegen eine andere Dimension, nämlich wie tief dieser Bereich ausgeführt ist und wie viel Raum dort für Dichtung und Beschläge zur Verfügung steht. Die folgende Tabelle ordnet beide Maße noch einmal nach ihrer jeweiligen Bedeutung ein.
| Frage | Wichtigstes Maß |
|---|---|
| Welche Glastürgröße brauche ich? | Zargenfalzmaß und DIN-Nennmaß |
| Passt die Tür in die vorhandene Zarge? | Zargenfalzmaß, Falztiefe und Beschläge |
| Schließt die Tür sauber? | Dichtung, Beschläge und Anschlagfläche |
| Kann ich vorhandene Beschläge nutzen? | Bandaufnahme, Türblatt und Zargengeometrie |
Typische Fehler bei der Prüfung
- Falztiefe mit Zargenfalzmaß verwechseln
- nur die Wandöffnung messen
- Dichtung beim Messen ignorieren
- nur an einer Stelle messen
- alte Lackschichten oder verformte Dichtungen nicht beachten
- Beschläge ohne Prüfung der Zarge auswählen
- Stahlzarge wie Holzzarge behandeln
- Türblattmaß statt Zargenmaß als Grundlage verwenden
Der häufigste Fehler ist die Verwechslung von Falztiefe und Zargenfalzmaß. Das Zargenfalzmaß entscheidet über die passende Türgröße. Die Tiefe des Falzbereichs hilft dagegen dabei, die technische Passung besser zu beurteilen.
Wann solltest du besonders genau prüfen?
In vielen Standardfällen fällt dieses Detail kaum auf, weil Tür, Zarge und Beschläge ohnehin nach denselben gängigen Maßen gefertigt sind und automatisch zusammenpassen. Es gibt jedoch eine Reihe von Situationen, in denen du den Falzbereich unbedingt genauer prüfen solltest, weil hier die Wahrscheinlichkeit für Abweichungen von der Norm deutlich höher ist. Das betrifft vor allem ältere oder bereits veränderte Zargen, bei denen sich die ursprüngliche Falzgeometrie im Lauf der Zeit verschoben haben kann. Die folgende Liste nennt typische Anlässe, bei denen sich eine genauere Prüfung der Falztiefe besonders lohnt.
- vorhandene alte Zarge
- Stahlzarge statt Holzzarge
- Austausch einer Holztür gegen eine Glastür
- ungewöhnliche Dichtung
- besondere Beschläge
- stärkeres Glas
- abweichende Zargenform
- Tür schließt nicht sauber
- Tür schleift oder steht sichtbar ab
Wenn solche Punkte zutreffen, solltest du die Einbausituation genauer prüfen, bevor du die Glastür bestellst.
Hinweise bei Sondermaß-Glastüren
Bei einer Glastür im Sondermaß lässt du die Tür individuell nach den benötigten Maßen fertigen. Trotzdem ersetzt ein Sondermaß nicht die technische Prüfung der Zarge. Auch bei Sondermaßen müssen Zargenfalzmaß, Bandposition und Beschläge zusammenpassen.
Ein Sondermaß ist vor allem dann sinnvoll, wenn Breite oder Höhe von gängigen Standardmaßen abweichen. Wenn jedoch Falzgeometrie oder Beschlagaufnahme problematisch sind, kann zusätzlich eine technische Sonderlösung notwendig sein.
Mehr dazu findest du unter Glastüren im Sondermaß.
Kurz zusammengefasst
Die Falztiefe beschreibt die Tiefe des Falzbereichs an Zarge oder Türblatt. Bei Glastüren ist sie vor allem als Maß der vorhandenen Zarge wichtig, weil sie Einfluss auf Dichtung, Beschläge und die Position des Türblatts hat.
Für die Auswahl der richtigen Glastür bleibt das Zargenfalzmaß meist das wichtigste Maß. Der Falzbereich ist jedoch ein wichtiges zusätzliches Kontrollmaß, wenn vorhandene Zargen, besondere Beschläge, Stahlzargen oder abweichende Einbausituationen geprüft werden.
Passende Informationen findest du hier: Glastür Maße, Glastüren und Glastür kaufen.
Häufige Fragen zur Falztiefe
Was ist die Falztiefe?
Die Falztiefe beschreibt die Tiefe des Falzbereichs an einer Türzarge oder einem Türblatt. Bei Glastüren bezieht sie sich meist auf den Falzbereich der vorhandenen Zarge.
Was bedeutet der Begriff bei einer Glastür?
Bei einer Glastür beschreibt der Begriff nicht einen klassischen Holzfalz am Türblatt, sondern vor allem die Tiefe des Falzbereichs der Zarge. Sie beeinflusst, wie die Glastür zur Dichtung, zur Zarge und zu den Beschlägen sitzt.
Welcher Wert ist üblich?
Viele Standardzargen liegen häufig im Bereich von etwa 24 mm bis 29 mm, je nachdem ob du bis zur Dichtungsauflage oder inklusive Dichtung misst. Der genaue Wert hängt jedoch vom Hersteller und der Zarge ab.
Wie misst man richtig?
Du misst vom sichtbaren Falzbeginn der Zarge bis zur Dichtungsauflage oder Anschlagfläche. Wichtig ist, klar zu unterscheiden, ob du mit oder ohne Dichtung misst.
Ist das dasselbe wie das Zargenfalzmaß?
Nein. Das Zargenfalzmaß beschreibt Breite und Höhe im Falzbereich der Zarge. Die Tiefe beschreibt dagegen, wie tief dieser Bereich ausgeführt ist.
Warum ist das Maß wichtig?
Es beeinflusst, wie die Tür schließt, wie die Dichtung anliegt und ob Beschläge und Bänder zur Zarge passen.
Welche Zargensituation braucht eine Glastür?
Das hängt von Zarge, Dichtung, Beschlägen und Glasstärke ab. Bei vielen Standard-Glastüren mit 8 mm ESG-Sicherheitsglas passt eine übliche Standardzarge, wenn auch Zargenfalzmaß und Beschlagaufnahme stimmen.
Kann man den Falzbereich ändern?
Bei vorhandenen Zargen ist die Geometrie meist konstruktiv vorgegeben. Änderungen sind nur mit baulichem Aufwand oder speziellen Beschlägen möglich.
Was passiert, wenn es nicht passt?
Die Tür kann zu stark auf die Dichtung drücken, zu weit abstehen, nicht sauber schließen oder mit den vorhandenen Beschlägen nicht richtig funktionieren.
Gibt es Unterschiede zwischen Holz- und Stahlzargen?
Ja. Holzzargen und Stahlzargen können unterschiedliche Falzgeometrien, Dichtungen und Beschlagaufnahmen haben. Deshalb solltest du die Einbausituation bei beiden Zargentypen separat prüfen.
Ist dieses Maß bei Sondergrößen wichtig?
Ja. Auch bei Sondermaßen muss die Zarge zu Türblatt und Beschlägen passen. Ein Sondermaß löst nicht automatisch Probleme mit Dichtung, Bandaufnahme oder Anschlagfläche.
Welche Rolle spielt die Dichtung?
Die Dichtung beeinflusst, wie die Tür im Falzbereich anliegt. Deshalb kann der Messwert unterschiedlich ausfallen, je nachdem ob du mit oder ohne Dichtung misst.
Kann ich eine alte Holztür durch eine Glastür ersetzen?
Das ist häufig möglich, wenn Zargenfalzmaß, Beschläge und Bandaufnahme passen. Vor der Bestellung solltest du diese Punkte prüfen.
Was ist wichtiger: Falzbereich oder Türblattmaß?
Für die Größenauswahl ist das Türblattmaß beziehungsweise das Zargenfalzmaß wichtiger. Für die technische Passung an Dichtung und Beschlägen ist der Falzbereich relevant.
Wo finde ich passende Glastüren?
Passende Modelle findest du unter Glastüren. Wenn du zuerst die Maße prüfen möchtest, hilft dir die Seite Glastür Maße.