Glastür- und Glasschiebetür-Größen: alle Maße im Überblick
Die passende Größe wird bei Glastüren und Glasschiebetüren unterschiedlich bestimmt. Eine Glastür muss zum DIN-Nennmaß und Zargenfalzmaß der vorhandenen Türzarge passen. Eine Glasschiebetür wird dagegen nach Wandöffnung, gewünschter Durchgangsbreite, Überdeckung und freier Wandfläche ausgewählt.
Auf dieser Seite findest du alle gängigen Standardgrößen für Glastüren und Glasschiebetüren. Die verlinkten Größenseiten erklären, für welche Zarge oder Wandöffnung das jeweilige Türblatt geeignet ist und welche benachbarten Maße als Alternative infrage kommen.
- Glastüren: Auswahl nach vorhandener Zarge, DIN-Nennmaß und Zargenfalzmaß
- Glasschiebetüren: Auswahl nach Wandöffnung, Überdeckung, Laufweg und lichter Durchgangsbreite
- Standardmaß: sinnvoll bei üblichen Zargen und Wandöffnungen
- Sondermaß: geeignet für abweichende Breiten, Höhen oder besondere Einbausituationen
Glastür-Größen für vorhandene DIN-Zargen
Eine klassische Glastür wird immer in eine bereits vorhandene Holz- oder Stahlzarge eingesetzt und richtet sich deshalb nicht nach der Größe der Wandöffnung, sondern nach dem DIN-Nennmaß der Zarge und dem dazu passenden Türblattmaß. Wer stattdessen nur die Wandöffnung oder das alte Türblatt misst, läuft Gefahr, ein falsches Maß zu bestellen, weil die Zarge selbst die entscheidende Bezugsgröße ist.
Das Glastürblatt ist deshalb bewusst kleiner als das zugehörige DIN-Nennmaß der Zarge. Dadurch bleiben die für Funktion, Beschläge und Bewegung des Türblatts erforderlichen Abstände innerhalb der Zarge erhalten, sodass sich die Tür ohne Klemmen oder Schleifen öffnen und schließen lässt. Die folgenden Tabellen zeigen, welches Türblattmaß zu welchem DIN-Nennmaß der Zarge passt.
Glastüren mit 197,2 cm Türblatthöhe
| Türblattmaß |
Passendes DIN-Nennmaß der Zarge |
Typische Einordnung |
| 58,4 x 197,2 cm (584 x 1972 mm) |
61 x 198,5 cm (610 x 1985 mm) |
schmale Zargen und Nebenräume |
| 70,9 x 197,2 cm (709 x 1972 mm) |
73,5 x 198,5 cm (735 x 1985 mm) |
kompakte Standardzargen |
| 83,4 x 197,2 cm (834 x 1972 mm) |
86 x 198,5 cm (860 x 1985 mm) |
häufige Standardgröße im Wohnbereich |
| 95,9 x 197,2 cm (959 x 1972 mm) |
98,5 x 198,5 cm (985 x 1985 mm) |
breite Türzargen und komfortable Durchgänge |
Glastüren mit 209,7 cm Türblatthöhe
| Türblattmaß |
Passendes DIN-Nennmaß der Zarge |
Typische Einordnung |
| 58,4 x 209,7 cm (584 x 2097 mm) |
61 x 211 cm (610 x 2110 mm) |
schmale und höhere Zargen |
| 70,9 x 209,7 cm (709 x 2097 mm) |
73,5 x 211 cm (735 x 2110 mm) |
kompakte Zargen mit 211 cm Nennhöhe |
| 83,4 x 209,7 cm (834 x 2097 mm) |
86 x 211 cm (860 x 2110 mm) |
häufige hohe Standardgröße |
| 95,9 x 209,7 cm (959 x 2097 mm) |
98,5 x 211 cm (985 x 2110 mm) |
breite und hohe Türzargen |
Neben Breite und Höhe müssen auch Bandaufnahme, Schlossposition und DIN-Richtung zur vorhandenen Zarge passen. Ausführliche Hinweise zum Aufmaß und zu den Zargenmaßen findest du unter
Glastür Maße.
Wenn du nicht sicher bist, welches Türblatt zu deiner Zarge gehört, hilft dir die Auswahlhilfe
Welche Glastür passt in meine Zarge?.
Glasschiebetür-Größen für Wandöffnungen
Eine Glasschiebetür wird, anders als eine klassische Glastür, nicht nach einem DIN-Zargenmaß ausgewählt, sondern direkt anhand der baulichen Gegebenheiten vor Ort. Entscheidend sind die tatsächliche Wandöffnung, die gewünschte lichte Durchgangsbreite, die seitliche Überdeckung des Türblatts sowie der verfügbare Laufweg neben der Öffnung, da die Tür seitlich vor der Wand läuft.
Das Glasschiebetürblatt ist deshalb bewusst breiter und höher als der nutzbare Durchgang. Dadurch überdeckt das Glas die Wandöffnung seitlich und oberhalb vollständig, sodass keine Lücken entstehen. Gleichzeitig muss neben der Öffnung ungefähr die Türblattbreite als freie Wandfläche vorhanden sein, damit die Tür beim Öffnen komplett aufgenommen werden kann. Die folgenden Tabellen zeigen passende Türblattmaße für unterschiedliche Durchgangsbreiten.
Glasschiebetüren mit 205 cm Türblatthöhe
| Türblattmaß |
Lichte Durchgangsbreite |
Typische Nutzung |
| 65 x 205 cm (650 x 2050 mm) |
ca. 47,6 bis 60,0 cm |
schmale Durchgänge und kleine Nebenräume |
| 77,5 x 205 cm (775 x 2050 mm) |
ca. 60,1 bis 72,5 cm |
schmale bis normal breite Innenöffnungen |
| 90 x 205 cm (900 x 2050 mm) |
ca. 72,6 bis 85,0 cm |
breitere Wohn- und Arbeitsbereiche |
| 102,5 x 205 cm (1025 x 2050 mm) |
ca. 85,1 bis 97,5 cm |
sehr breite Durchgänge und offene Grundrisse |
Glasschiebetüren mit 217,5 cm Türblatthöhe
| Türblattmaß |
Lichte Durchgangsbreite |
Typische Nutzung |
| 65 x 217,5 cm (650 x 2175 mm) |
ca. 47,6 bis 60,0 cm |
schmale und hohe Durchgänge |
| 77,5 x 217,5 cm (775 x 2175 mm) |
ca. 60,1 bis 72,5 cm |
kompakte Öffnungen mit zusätzlicher Höhe |
| 90 x 217,5 cm (900 x 2175 mm) |
ca. 72,6 bis 85,0 cm |
breitere und höhere Wohn- und Arbeitsbereiche |
| 102,5 x 217,5 cm (1025 x 2175 mm) |
ca. 85,1 bis 97,5 cm |
sehr breite und hohe Wandöffnungen |
Die angegebenen lichten Durchgangsbreiten sind Orientierungswerte. Der genaue Wert hängt vom ausgewählten Schiebetürsystem, der seitlichen Überdeckung und der Montageposition ab.
Ausführliche Hinweise zur Wandöffnung, Systemhöhe und freien Wandfläche findest du unter
Glasschiebetür Maße. Eine individuelle Auswahlhilfe bietet die Seite
Welche Glasschiebetür passt?.
Glastür und Glasschiebetür: unterschiedliche Größenlogik
Glastür und Glasschiebetür folgen bei der Maßbestimmung einer grundsätzlich unterschiedlichen Logik, weil sie auf unterschiedliche Weise eingebaut werden. Während sich eine klassische Glastür immer nach dem DIN-Nennmaß der vorhandenen Zarge richtet, wird eine Glasschiebetür anhand der tatsächlichen Wandöffnung, der gewünschten Durchgangsbreite und der seitlichen Überdeckung geplant. Auch beim seitlichen Platzbedarf unterscheiden sich beide Systeme deutlich: Eine Glastür benötigt einen Schwenkbereich, während eine Glasschiebetür einen freien Laufweg entlang der Wand erfordert. Die folgende Tabelle stellt die wichtigsten Unterschiede zwischen beiden Türarten direkt gegenüber:
| Merkmal |
Glastür |
Glasschiebetür |
| Grundlage der Auswahl |
DIN-Nennmaß und Zargenfalzmaß |
Wandöffnung, Überdeckung und Durchgang |
| Einbau |
in vorhandene Holz- oder Stahlzarge |
seitlich vor der Wand |
| Typische Höhen |
1972 mm und 2097 mm |
2050 mm und 2175 mm |
| Seitlicher Platzbedarf |
Schwenkbereich des Türblatts |
freier Laufweg neben der Öffnung |
| Sondermaß |
bei abweichender Zarge oder Beschlagposition |
bei abweichender Öffnung, Höhe oder Überdeckung |
Die Maße beider Türarten dürfen deshalb nicht miteinander verwechselt werden. Ein Türblattmaß für eine Glasschiebetür passt nicht automatisch zu einer klassischen Türzarge. Umgekehrt ist ein Glastürmaß nicht für die Planung einer vor der Wand laufenden Glasschiebetür vorgesehen.
Welche Größe passt zu deiner Einbausituation?
Die Auswahl der passenden Größe beginnt immer mit der grundlegenden Frage, ob bereits eine klassische Türzarge vorhanden ist oder ob stattdessen eine freie Wandöffnung mit einer Glasschiebetür geschlossen werden soll, da sich daraus zwei völlig unterschiedliche Vorgehensweisen ergeben. Ist eine Zarge vorhanden, richtet sich die weitere Auswahl nach deren DIN-Nennmaß, Zargenfalzmaß sowie der passenden Bandaufnahme und Schlossposition. Steht dagegen nur eine Wandöffnung zur Verfügung, müssen zusätzlich die gewünschte Durchgangsbreite, die seitliche Überdeckung und der freie Laufweg für die Schiebetür berücksichtigt werden. Die folgenden beiden Abschnitte zeigen die jeweiligen Schritte im Detail:
Du möchtest eine Glastür in eine vorhandene Zarge einsetzen
- DIN-Nennmaß der Zarge bestimmen
- Zargenfalzmaß kontrollieren
- Bandaufnahme und Schlossposition prüfen
- DIN links oder DIN rechts festlegen
- passendes Türblattmaß auswählen
Nutze dafür die Anleitung
Glastür richtig messen oder die Seite
Welche Glastür passt in meine Zarge?.
Du möchtest eine Glasschiebetür vor der Wand montieren
- Breite und Höhe der Wandöffnung messen
- seitliche Überdeckung einplanen
- gewünschte lichte Durchgangsbreite bestimmen
- freie Wandfläche für den Laufweg kontrollieren
- Montagehöhe und Systemaufbau berücksichtigen
Nutze dafür die Anleitung
Glasschiebetür richtig messen oder die Auswahlhilfe
Welche Glasschiebetür passt?.
Standardmaß oder Sondermaß?
Ein Standardmaß ist immer dann sinnvoll, wenn die vorhandene Zarge oder Wandöffnung zu den gängigen Standardgrößen passt, da sich in diesem Fall schnell und ohne individuelle Anfertigung eine passende Glastür oder Glasschiebetür finden lässt. Ein Sondermaß wird dagegen benötigt, wenn Breite, Höhe, Beschlagposition oder gewünschte Überdeckung deutlich von den üblichen Werten abweichen, etwa bei Altbauzargen, nachträglich veränderten Wandöffnungen oder besonderen Raumhöhen. In solchen Fällen lässt sich mit einer individuellen Anfertigung trotzdem eine passgenaue Lösung realisieren. Die folgende Übersicht zeigt, welche Einbausituation typischerweise zu welcher Empfehlung führt:
| Situation |
Empfehlung |
| vorhandene DIN-Zarge mit üblichem Nennmaß |
passendes Glastür-Standardmaß wählen |
| übliche Wandöffnung und ausreichend freier Laufweg |
Glasschiebetür im Standardmaß wählen |
| abweichende Zargen- oder Beschlagmaße |
Glastür im Sondermaß prüfen |
| ungewöhnliche Wandöffnung oder Raumhöhe |
Glasschiebetür im Sondermaß prüfen |
| Standardgröße bietet nicht die gewünschte Überdeckung |
individuelles Türblattmaß festlegen |
Weitere Informationen findest du unter
Glastür, Glasschiebetür oder Glas im Sondermaß. Für eine ausschließlich auf Glasschiebetüren bezogene Beratung steht zusätzlich die Seite
Glasschiebetür im Sondermaß zur Verfügung.
Häufige Fragen zu Glastür- und Glasschiebetür-Größen
Welche Glastür passt zu einer Zarge mit 73,5 x 198,5 cm?
Zu einer Zarge mit dem DIN-Nennmaß 73,5 x 198,5 cm passt in der Regel ein Glastürblatt mit
70,9 x 197,2 cm (709 x 1972 mm).
Welche Glastür passt zu einer Zarge mit 86 x 211 cm?
Zu einer Zarge mit dem DIN-Nennmaß 86 x 211 cm passt in der Regel ein Glastürblatt mit
83,4 x 209,7 cm (834 x 2097 mm).
Welche Glasschiebetür eignet sich für einen Durchgang von etwa 75 bis 85 cm?
Für diesen Bereich kommt häufig die Größe
900 x 2050 mm oder bei einer höheren Öffnung
900 x 2175 mm infrage. Die tatsächliche Eignung hängt von Überdeckung und Schiebetürsystem ab.
Welche Höhen sind bei Glasschiebetüren üblich?
Gängige Standardhöhen für Glasschiebetüren sind 2050 mm und 2175 mm. Die passenden lichten Durchgangshöhen liegen je nach Montage ungefähr bei 2000 mm beziehungsweise 2125 mm.
Welche Höhen sind bei Glastüren üblich?
Gängige Türblatthöhen für Glastüren sind 1972 mm und 2097 mm. Sie gehören zu Zargen mit den DIN-Nennhöhen 1985 mm beziehungsweise 2110 mm.
Ist das Türblattmaß mit der Wandöffnung identisch?
Nein. Bei einer Glastür richtet sich das Türblatt nach der Zarge. Bei einer Glasschiebetür ist das Türblatt größer als der nutzbare Durchgang, weil es die Wandöffnung seitlich und oberhalb überdecken muss.
Kann ESG-Sicherheitsglas nachträglich gekürzt werden?
Nein. ESG-Sicherheitsglas kann nach der Herstellung nicht mehr zugeschnitten, gebohrt oder gekürzt werden. Deshalb müssen Maße, Bohrungen und Beschlagpositionen vor der Bestellung feststehen.
Was kann ich tun, wenn kein Standardmaß passt?
Wenn Zarge, Wandöffnung, Raumhöhe oder gewünschter Durchgang deutlich von den Standardgrößen abweichen, solltest du ein
Sondermaß prüfen.
Von der Größe zur passenden Tür
Wenn das benötigte Maß feststeht, kannst du direkt zur passenden Produktwelt wechseln:
Glastüren werden passend zur vorhandenen Zarge ausgewählt. Glasschiebetüren werden anhand der Wandöffnung, der gewünschten Überdeckung und der nutzbaren Durchgangsbreite geplant. Die klare Trennung dieser beiden Größenwelten verhindert Fehlbestellungen und erleichtert die Auswahl des passenden Türblatts.
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